Puh...
...ein ganz schön turbulenter Tag heute. Neben meiner normalen Uni-Ladung bin ich nämlich heute auch am späten Vormittag zur Donau City gegurkt, um dort zu einem Vorstellgespräch zu gehen. Erst habe ich vor lauter Hochhäusern und verschiedenen Büros das betreffende Büro fast nicht gefunden und dann hätte mir, der ich eh schon in Eile war, fast noch ein Sicherheitsschranken den Weg versperrt. Gerade unbeobachtet, habe ich mich also mit den mürrisch gemurmelten Worten "dafür hob i wirklich ka Zeit..." durchgemogelt. Superspeed-Aufzug - 35. Stock. Höchste Modernität - ein typischer Glaspalast eben. Zum Glück waren die Räumlichkeiten klimatisiert, ich war in meinem weißen Poloshirt und meiner schwarzen Jeans recht fesch ;-) und nach einem recht typischen Bewerbungsgespräch durfte ich dann auch noch Probetippen. Vom Typischen zum Typistischen also, sozusagen... hehe. Echt interessant, so ein Abspielgerät für Diktiergerätkassetten: ein solches Gerät besitzt nämlich eine Fußsteuerung mithilfe welcher man vor- und rückspulen kann und es so möglich wird, dahinzutippen, ohne jemals abzusetzen. Ich hatte so ein Ding noch niemals vorher gesehen und trotzdem ging ich damit um, als ob ich nie etwas anderes gemacht hätte. Ich fühlte mich also wohl und mir wurde dann auch von der Frau, bei der ich mich vorgestellt hatte, gesagt, dass es selten sei, dass sich jemand gleich so selbstverständlich zur Gerätschaft setzt wie ich. Schönes Lob also - hat mal gut getan.Danach rauschte ich auch noch gleich zur OERAG, der Immobilienfirma, die die Verwaltung des Hauses meiner künftigen Eigentumswohnung inne hat, und wollte ein paar generelle Fragen zum Haus und zur Bausubstanz stellen, wurde aber von der dortigen Empfangsdame abgewiesen. "Solange Sie noch kein Eigentümer sind, haben Sie auch nicht das Recht, von uns solche Informationen zu bekommen. Das soll die Maklerin machen", so war der Grundtenor.. Letztlich schaffte ich es aber doch noch, zumindest die Telefonnummer des zuständigen Sachbearbeiters rauszubekommen und als ich ihn eine Stunde später anrief, stellte ich fest, dass es ein Vergnügen war, mit diesem Herren zu reden und dass er mir alle angefragten Infromationen bereitwillig gab. Es kommt im Leben also wirklich oft auf Glück oder Pech an (ob man jetzt einen freundlichen oder eher abweisenden Gesprächspartner bekommt) und auch auf ein Quäntchen Beharrlichkeit (sonst hätte ich ja diese wertvolle Telefonnummer niemals bekommen). Tja, und dann wieder Uni und jetzt bin ich endlich zu Hause. Wo ich auch noch Hausübung machen darf, um nicht in Verzug zu geraten...
Ein etwas erschöpfter Bernhard
P.S.: "Quäntchen" schreibt man jetzt übrigens mit Umlaut-A, da es sich von "Quantum" ableitet... :-)
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